Bildung reformieren und dabei sparen – geht das?

Kohle?Gestern habe ich hier noch über den Zankapfel Lehrplan 21 geschrieben, dessen Umsetzung naturgemäss auch mit Kosten verbunden ist. Darauf wiess auch der Dachverband der Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) hin. Heute nun das Sahnehäubchen: Der Bund will sparen und dies auch an den Bildungsausgaben. Kein Wunder, dass dies zumindest Erstaunen hervorruft. Der Tagesanzeiger hat in seiner heutigen Ausgabe ausführlich berichtet und online eine Analyse mit interaktiver Karte vorgelegt. Die geplanten Einsparungen im Bildungsbereich sind Teil des Stabilisierungsprogramms, mit dem der Bund die Neuverschuldung bremsen will. Eine Tabelle der NZZ zeigt, in welcher Höhe ausserdem noch in anderen Bereichen der staatlichen Finanzen Einsparungen erreicht werden sollen.

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Zankapfel Lehrplan 21 – Planungsmittel von Technokraten?

Lehrplan 21Der Lehrplan 21 will in erster Linie, so die offizielle Darstellung, eines erreichen: Die Schulsysteme der Kantone für die Volksschule einander angleichen. Langfristig würde das u.a. die Binnenmigration in der Schweiz verbessern, denn Schulabschlüsse könnten kantonsübergreifend anerkannt werden. Ein Vorteil, den wohl kaum jemand bestreiten kann, der aber, wie mir scheint, in der veröffentlichten Diskussion kaum zur Geltung kommt. Stattdessen wird der Lehrplan 21 zum Teil kontrovers und hitzköpfig diskutiert, umfänglich kritisiert und leider auch polemisch instrumentalisiert. Schauen wir uns das einmal im Detail an.

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