Bildung reformieren und dabei sparen – geht das?

Kohle?Gestern habe ich hier noch über den Zankapfel Lehrplan 21 geschrieben, dessen Umsetzung naturgemäss auch mit Kosten verbunden ist. Darauf wiess auch der Dachverband der Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) hin. Heute nun das Sahnehäubchen: Der Bund will sparen und dies auch an den Bildungsausgaben. Kein Wunder, dass dies zumindest Erstaunen hervorruft. Der Tagesanzeiger hat in seiner heutigen Ausgabe ausführlich berichtet und online eine Analyse mit interaktiver Karte vorgelegt. Die geplanten Einsparungen im Bildungsbereich sind Teil des Stabilisierungsprogramms, mit dem der Bund die Neuverschuldung bremsen will. Eine Tabelle der NZZ zeigt, in welcher Höhe ausserdem noch in anderen Bereichen der staatlichen Finanzen Einsparungen erreicht werden sollen.

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Zankapfel Lehrplan 21 – Planungsmittel von Technokraten?

Lehrplan 21Der Lehrplan 21 will in erster Linie, so die offizielle Darstellung, eines erreichen: Die Schulsysteme der Kantone für die Volksschule einander angleichen. Langfristig würde das u.a. die Binnenmigration in der Schweiz verbessern, denn Schulabschlüsse könnten kantonsübergreifend anerkannt werden. Ein Vorteil, den wohl kaum jemand bestreiten kann, der aber, wie mir scheint, in der veröffentlichten Diskussion kaum zur Geltung kommt. Stattdessen wird der Lehrplan 21 zum Teil kontrovers und hitzköpfig diskutiert, umfänglich kritisiert und leider auch polemisch instrumentalisiert. Schauen wir uns das einmal im Detail an.

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Internationaler Tag der Internetsicherheit

Safer Internet Day (Logo)Heute, am 10.2., findet wieder der internationale Tag der Internetsicherheit statt (Safer Internet Day, SID). Dieser Tag ist weltweit dem sicheren Umgang mit dem Internet gewidmet und besonders für Kinder und Jugendliche konzipiert.

Der Slogan “Let’s create a better internet together” verweisst auf einen wichtigen Aspekt eines sicheren Netzes: Die aktive, produktive Partizipation, durch die mitbestimmt wird, was und wie im Netz dargestellt wird, ist ein wesentlicher Teil dieses gewünschten besseren Internets, im Gegensatz zur passiven Rezeption bereitgestellter Inhalte. Das betrifft nicht nur, wie öffentliche Institute es gerne verengt sehen, die möglichen rechtswidrigen oder moralisch fragwürdigen Inhalte. Vielmehr bedeutet aktive Partizipation auch, direkter wie auch versteckter Zensur entgegenzuwirken. Daher ist es wünschenswert, dass am SID Kindern und Jugendlichen nicht nur vermittelt wird, wie sich sich sicher im Netz bewegen (Stichworte sind hier Cyberbullying und Cybercrime), sondern auch, wie sie inhaltlich beitragen können. In diese Richtung bewegt sich z.B. das von Klicksafe und Wikimedia erstellte Lernmodul „Wikipedia – Gemeinsam Wissen gestalten“, das als Unterrichtsmaterial online verfügbar ist.

Eine Übersichtkarte auf der SID-Homepage zeigt, wo überall Veranstaltungen und Informationsangebote speziell zum SID angeboten werden. Während in der Schweiz 2014 und 2015 keine SID-Veranstaltungen stattfinden, engagieren sich die Nachbarländer Deutschland, Österreich, Italien und Frankreich mit einer Vielzahl unterschiedlichster Angebote.

Zusätzlich werden auf der SID-Website Materialien speziell für Schulen (in verschiedenen Sprachen) bereitgestellt.

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