Im Folgenden einige Imagefilme von Bibliotheken. Ich habe nach meinem persönlichen Geschmack bewertet, ob ich sie gut finde und entsprechend kategorisiert. Manche davon sind weniger Image- sondern eher Produktfilme, in denen Dienstleistungen beworben werden.
Hall of Fame
RWTH Aachen
Kein Imagefilm im engeren Sinne, sondern ein Produktfilm. Vorgestellt werden die Dienstleistungen der Bibliothek. Technischer Nachteil: Film-Download statt Streaming
Sehr faktischer Film, etwas dröge, da völlig unemotional. Aber es werden zwei Charaktere geschaffen (eine Studentin, ein Student), die auf ihrem Weg durch die Servicestellen und Räume der Bibliothek von der Kamera “verfolgt” werden. Das schafft Identifikation oder sorgt zumindest für Neugier (je nach Zielgruppenzugehörigkeit der/des BetrachterIn).
Musik ist Geschmackssache, ich finde die rockige Hintergrundmusik an vielen Stellen unpassend.
Technische Informationsbibliothek Hannover
Stimmungsvoll durch Bild-Ton-Komposition. Hier konzentriert man sich auf die Dienstleistungen der Bibliothek. Allerdings ersetzen eingeblendete Texte die gesprochene Sprache, was für manche körperliche Einschränkungen ungünstig ist.
Etwas sehr markiger Spruch am Ende: “Wir sind der Vorsprung, der Wissen schafft …”
Deutsche Zentralbibliothek für Wissenschaften
Emotional, es werden Geschichten von Menschen erzählt, statt über Sachen zu sprechen.
Sehr professionell gedreht, geschnitten, nachbearbeitet. Glaubwürdige, authentische Personen, die selber sprechen. Sehr professionell aufgenommener Ton. Musik steuert Dramatik, teilweise aber etwas zu laut parallel zur Sprache.
Sächsisches Staatsarchiv
Sehr ästhetisch gedreht, geschnitten und nachbearbeitet. Guter Sound dazu. Und tatsächlich mit interaktivem Element. Damit ein deutlich anders gemachter Imagefilm.
Hall of Shame
Informations-, Kommunikations- und Medienzentrum Cottbuss
Der Film zeigt v.a. die äußere und innere Architektur des Gebäudes, schöne Oberflächen und gestaltete Räume. Natürlich gibt es in einer Bibliothek (oder einem Informationszentrum) Bücher und andere Medien. Natürlich kann man in modernen Bibliotheken auch kommunizieren. Es wird hier also weder etwas bibliotheksspezifisches gezeigt, noch etwas, dasd das IKMZ hervorhebt – außer seiner Architektur. Insofern ist dieser Film eher ein Imagefilm für die Architekten.
Bibliothek der TU Braunschweig
Powerpoint-Präsentation als Film … brrr
Weitere Beispiele
Stadtbücherei Gerlingen
Recht einfach produziert, keine erwähnenswerte Kameraführung oder Schnitte. Schlimm sind vor allem das Statement des Bürgermeisters und die Angestellte, der man zum Ende hin hörbar das Wort abgeschnitten hat. Zudem nimmt der Nachspann zuviel Zeit ein – ist das ein Werbemedium für die Produzenten oder für die Bibliothek?
Stadtbücherei Stuttgart
Kein Imagefilm in dem Sinne, sondern eher ein Produktfilm, denn eine ganz bestimmte Dienstleistung wird vorgestellt. Einfacher gemacht in Bild und Ton, aber durchaus zielgruppengerecht. Man sieht und hört MitarbeiterInnen wie auch NutzerInnen des Angebots, das schafft Authentizität. Der Film ist Ergebnis eines studentischen Projekts.