Reparieren statt Wegwerfen: restart party Zürich #2

Foto von Zürichs erster Restart-Party

Foto von Zürichs erster Restart-Party

Zum zweiten Mal findet am 28. Mai 2016 die restart party Zürich statt. Das Konzept der restart party, übernommen vom restart project in Großbritannien, ist einfach:

Du hast ein defektes Elektro-Gerät? Bringe es mit zur restart party. Dort wirst du zusammen mit einer sachkundigen Person schauen, was die Ursache ist. Wenn es möglich ist, wird der Defekt direkt vor Ort gemeinsam repariert. Oder du weisst zumindest, welches Ersatzteil du brauchst, kannst es beschaffen und zur nächsten restart party wieder mitbringen.

Gesucht: Wissbegierige und Bastler

Für die restart party am 28.5. suchen wir nicht nur Wissbegierige, die einmal mit Unterstützung einen Blick in ihr elektrisches Eigentum werfen wollen, sondern auch findige Bastler, euphorische Schrauber und benebelte Löter sind ganz herzlich willkommen. Wenn du Interesse hast, auf die eine oder andere Weise an der restart party teilzunehmen, sende uns eine E-Mail.

 

Die restart party Zürich ist eine nicht-kommerzielle, privat organisierte Veranstaltung mit dem Ziel, Hilfe zur Selbsthilfe bereitzustellen. Die Teilnahme ist kostenlos und für alle Interessierten offen.  Weitere Details gibt es auf unserer Website.

Warum überhaupt reparieren?

Wir organisieren die restart party Zürich aus drei Motiven heraus:

  1. Jährlich werden 42 Millionen Tonnen Elektromüll produziert (s. Bericht Vereinte Nationen). In der Schweiz sind es jährlich rund 26 Kilo pro Kopf! Zwar hat die Schweiz ein System zum Sammeln von elektrischen und elektronischen Geräten, aber nicht alle E-Geräte werden über diesen legalen Weg entsorgt. Was aber gesammelt wird, wird zum Teil verfeuert, weil das Herauslösen der verwendeten Materialien sehr aufwändig ist. So gelangen Gifte in Wasser und Luft. Wir wollen gemeinsam mit anderen dazu beitragen, dass dieser Müllberg schmilzt.
  2. Noch schlimmer sieht es mit den kleinen E-Geräten aus, die im Hausmüll landen – obwohl auch sie an den erwähnten Sammelstellen abgegeben werden sollten. Weltweit gibt es einen regen Müllhandel und grosse Teile des Wohlstandsmülls landen auf den Halden in Entwicklungs- und Schwellenländern. Dort werden sie oftmals in offenem Feuer verbrannt. Umstehende Menschen atmen die giftigen Dämpfe ein, auch dort werden Boden und Wasser vergiftet.
  3. Die Restart-Party ist aber auch eine Bildungsveranstaltung: Die Teilnehmer*Innen verlieren die Angst davor, selber an den Schrauben ihres Eigentums zu drehen und entdecken dabei, was man alles selber reparieren kann. Eine erfolgreiche Reparatur macht Freude. Es ist einfach schön, wenn das Teil wieder läuft, statt dass man sich davon trennen und einen Ersatz kaufen muss. So hat man Spass bei der restart party und hinterher länger Freude am Eigentum. Und Geld hat man auch noch gespart.

 

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