Digital bei den Direktoren

BYOD_cropEs gab keine Überraschungen und auch innovative Vorträge erhoffte man vergeblich. Aber immerhin: Das Thema Digitalisierung ist nun auch bei der Direktorinnen- und Direktorenkonferenz der Berufsfachschulen angekommen und man widmete diesem Thema einen ganzen Tag.

Der reichlich umständlich formulierte Titel der Konferenz, „mobile devices are the pencils of the digital age“ (*) zeigte schon im Vorfeld eine gewisse Unbeholfenheit mit den vermeintlich „neuen Medien“ des „digitalen Zeitalters“. Und so stützte man sich bei den Inhalt-Beitragenden auf Herren mit Professorentiteln für die Keynotes. Wie von Tagungen dieser Art gewohnt, standen „Workshops“ im Programm, die dann aber doch Referate waren und dazu noch zum Teil für Produktmarketing genutzt wurden.
(*) Von wem stammt dieses Zitat überhaupt?

Gut waren hingegen die 2*20 Minuten World-Café, in denen man mit anderen Teilnehmenden der Tagung über vorformulierte Themen diskutieren konnte. Davon oder von ähnlichen direkt-kommunikativen Formen dürfte es auch beim SDK gerne mehr geben.

Damit mir die Zeit bei Vorträgen und Referaten dennoch nicht lang wurde, habe ich wie so oft meine Sketchnotes angefertigt. Bei 2 der 3 Keynotes musste ich aber passen, denn die Herren Professoren redeten derart schwammiges, tausendfach gehörtes und gelesenes Zeug, dass mir dafür meine digitale Tinte zu viel war.

Hier sind die 3 Sketchnotes, die meine Selektion überlebt haben. Lizenz ist Creative Commons By-SA, sie dürfen also unter Angabe des Urhebers und Verwendung der gleichen Lizenz weitergegeben und bearbeitet werden. Bilder anklicken zum Vergrössern bzw. Herunterladen.

Sketchnote zum Vortrag "Digitalisierung und die Folgen für die Bildung"

Sketchnote zum Vortrag „Digitalisierung und die Folgen für die Bildung“

Sketchnote zum Referat "Bring Your Own Device"

Sketchnote zum Referat „Bring Your Own Device“

Sketchnote zum Referat "Herausforderung E-Lehrmittel"

Sketchnote zum Referat „Herausforderung E-Lehrmittel“

Was sind Sketchnotes?

Sketchnotes sind die sympathischen Kritzeleien, die uns helfen, uns an das Wichtige eines Vortrags, eines Workshops, eines Buchs oder was auch immer zu erinnern. Das schöne an Sketchnotes ist, dass sie jede und jeder anfertigen kann. Weder muss man dafür Illustration studiert noch von Jugend an ein besonderes Talent bewiesen haben. Und sowieso kommen wir alle mit dem Talent zum und der Lust am Zeichnen zur Welt. Oder kennen Sie ein Kind, dass nicht sofort zum Griffel greift, um die Farbe des Griffels in geraden und krummen Linien auf die nächstbeste Unterlage zu bringen? Auch wenn es uns als Erwachsene sehr schwer fällt, mit der gleichen Ungehemmtheit loszukritzeln, ist genau das eine wesentliche Voraussetzung für „gute“ Sketchnotes – nicht lange darüber nachdenken, ob es nachher „schön“ aussieht. „Gut“ bedeutet hier nämlich, dass Sie die Zeichnung sehen und sofort wieder wissen, worum es ging und was sie besonders interessiert hatte.

Was braucht man für Sketchnotes?

Ob Sie direkt digital auf einem Tablet zeichnen, in ein extra dafür gekauftes Notizheft oder einfach auf die Serviette neben Ihnen, spielt keine Rolle. Auch welchen Stift Sie verwenden, wird ganz von Ihrer Vorliebe bestimmt. Wichtig ist nur, dass es für Sie passen muss.

Wie mache ich Sketchnotes?

Ganz einfach: Stift in die Hand nehmen, Papier oder Tablet in die andere und los gehts. OK, ein paar grundlegende Tipps gibt es. Dazu gibt es hier im Blog demnächst mehr Details.

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