#COER13: Mein Fazit

CC-By flickr.com/opensourceway

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Seit nunmehr gut 1 Woche ist der #COER13 formell beendet, aber wie das bei guten Bildungsunternehmungen so ist, wirkt der Kurs noch weiter. Es hat für mich direkt und indirekt einige Anregungen gegeben, die ich hoffentlich nicht gänzlich vergessen, sondern weiter verfolgen werden.

Offene Bildungsressourcen waren für mich kein neues Thema, und so bestand meine Erwartung an den Kurs vor allem darin, was ich schon wusste, vertiefen und erweitern zu können. Ich kann sagen, das dies gelungen ist. Einerseits haben mich die thematische Auffächerung und die je Thema zur Verfügung stehenden Materialien angeregt, mich mit jenen Themen, die mich besonders interessieren, noch näher zu beschäftigen. Zum zweiten wurde ich durch die Diskussionen mit anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu Perspektivwechseln angeregt und lernte interessante Ideen kennen. Der Faktor Mensch spielt also auch in einem Online-Kurs eine nicht unerhebliche Rolle. Dazu hat allerdings auch die wirklich sehr gute Organisation des Kurses beigetragen, mit Online-Events, in denen auch kommunikative Interaktion möglich war, und den gut strukturiert zur Verfügung gestellten Foren.

Die Beiträge in den Online-Veranstaltungen (virtuelle Vorträge und Podiumsdiskussionen) hätten für mich ruhig mehr in die Tiefe gehen können, aber gut, OER war für mich ja eben kein #Neuland. Damit hängt vielleicht auch zusammen, dass ich zwar an manchen Themen mit anderen TN zusammen arbeiten konnte (z.B. an der Chatikette für MOOCs und an der OER-Wunschliste), von mir angeregte weiter- oder tiefergehende Konzepte aber keine oder wenig Resonanz fanden (zur Finanzierung von OER, zur exakteren Begriffsdefinition von OER sowie zur Qualitätssicherung bei OER). Ich bin aber sicher, dass diese Themen zukünftig wieder aufgegriffen werden, wenn mehr an OER Interessierte über die einfacheren Hürden wie Suchen und Finden von OER oder die Produktion von OER hinweg sind.

Für die berufliche Praxis nehme ich mit, dass es noch viel Überzeugungs- und vor allem Aufklärungsarbeit braucht, um Offene Bildungsressourcen gerade bei den Lehrenden an Schulen und Hochschulen nicht nur bekannt zu machen, sondern auch zur Akzeptanz zu führen. Solange Hochschullehrende dem von Verlagen geschürten (Aber-)Glauben anhängen, ihre wissenschaftliche Reputation würde leiden, wenn ihre (öffentlich finanzierte!) Forschung kostenlos für jeden einsehbar ist, und solange Lehrende jeder Schulform Angst haben, sich „in die Karten schauen zu lassen“ (wohinter die Angst vor Kritik steckt), so lange müssen die bildungspolitischen, sozialen, ökonomischen und auch individuellen Vorteile offener Bildungsquellen immer wieder klar dargelegt werden. Dazu braucht es u.a. klare Definitionen (s.o.) und neue Ansätze zur Qualitätsmessung und Finanzierung. Aber auch, wenn nicht vor allem, eine Kultur der Anerkennung von schöpferischer Leistung jenseits bisheriger elitär-ökonomischer Modelle.

Vielen Dank an die Organisatorinnen und Organisatoren und alle, die auf die eine oder andere Weise am #COER13 teilgenommen haben. Jetzt bin ich noch auf die Badges gespannt!

Update 16.10.2013: Mit E-Mail vom 7.10. kam nun auch das Badge. Hier ist es:

wOERker-Badge

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