Templates für Blogs

Out of the box

Artist: nicubunu/openclipart.org

Der Wunsch, nach ein paar Jahren doch mal das Layout meines Blogs zu ändern (vor allem, weil das jetzige Template nicht mehr vom Entwickler aktualisiert wird), führt mich derzeit gedanklich weit herum. Zentral ist die Frage, ob ich eines der zur Verfügung stehenden WordPress-Templates nutzen und meinen Wünschen entsprechend anpassen soll oder doch ein eigenes Template komplett aufbauen. Ersteres ist zwar erfahrungsgemäss durchaus mit Aufwand verbunden, die zweite Option ist aber aufwändiger, führt jedoch zu einem wesentlich individuellerem Template. Die Tatsache jedoch, dass Templates analog zu den WordPress-Updates in ihrer Funktionalität überprüft und ggf. auch überarbeitet werden müssen, schreckt von der Entwicklung eines komplett eigenen Templates ab. Andererseits habe ich nun schon 2 Templates genutzt, deren Maintenance von den Entwicklern eingestellt wurde.

In diesem Zusammenhang habe ich mich also auch mal wieder umgeschaut, was es aktuell so an Hilfsmitteln gibt. Immerhin kenne ich mich bestens in HTML, CSS, JS und PHP aus, muss also keinen der für Templates üblichen Code fürchten.

WordPress, tumblr, about.me usw. – alle Angebote zielen auf Menschen, die ohne Code-Kenntnisse „einfach“ eine Website online haben wollen. Das ist prima so, erleichtert vielen das Leben und hilft der Vielfalt im Netz auf die Sprünge. Aber es gibt für die „Coder“ auch weiterhin alternative Konzepte, von denen ich 2 neuere, herausragende, vorstellen will.

  1. TiddlyWiki und besonders die Fortentwicklung TiddlyWiki5. Für die Nerds: TiddlyWiki stützt sich auf JavaScript, während TiddlyWiki5 HTML5 und node.js einsetzt. TiddlyWiki ist ganz und gar nicht neu, ich habe es vor ein paar Jahren schon an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf für das unkomplizierte Führen von Notizen eingesetzt. Neu ist TiddlyWiki5, dessen Entwickler eine ganze Menge zusätzlicher Plugins integriert hat.
    Vorteile: Code-Kenntnisse sind nicht unbedingt erforderlich, einfaches Editieren und Sichern ist möglich, und zwar alles in einer HTML-Seite. Es ist kein Webserver nötig, die Portabilität ist gewährleistet (ein TiddlyWiki funktioniert auch auf einem USB-Stick), Off- genauso wie Online verfügbar. Das um viele Funktionen erweirterte Mit Tiddlywiki5 macht dieses Tool für das AdHoc-Easypeasy-Blogging noch attraktiver. So erleichtert u.a. eine Bootswatch-Integration das Layouting und kommt auch hier den Codern wie den Nicht- oder Halbcodern entgegen. Zusätzlich gibt es mit dem neuen Cecily-View eine hübsche Zoom-Funktion á la Prezi.
  2. Bootstrap ist ein Framework für HTML, JS und CSS und damit natürlich nicht das erste und erst recht nicht das einzige auf dem Markt (s. diesen Artikel auf Design Your Way). Bootstrap ist ein neuer Mitspieler in dieser Mannschaft und Teil des Softwareuniversums, auf dem Twitter basiert (s. Github). Aber Bootstrap bietet ein wunderbar elegantes, schon mit HTML-Grundkenntnissen nutzbares Framework. Mit Bootstrap kann man zudem responsive Layouts anlegen, die sich automatisch an die Darstellungskapazitäten des Endgeräts, z.B. Smartphone, orientieren. Die Layouts basieren generell bei Bootstrap auf einem durchdachten 12-Spalten-Raster, und das Framework liefert gleich noch einige der wichtigsten JScripte mit. Sehr schick ist auch, dass man vor dem Download schonmal ansagen kann, was man überhaupt will. Also nicht nur, welche Komponenten und Scripts, sondern man kann bereits die HTML5-Elemente vorkonfigurieren.

Und dann gibt es noch speziell für WordPress PageLines. Hier sehe ich vor allem ein cleveres Geschäftskonzept: Du bekommst in der Lite-Version ein einfaches WordPress-Template, dass sich schonmal ganz gut anpassen lässt. Weitere und vor allem interessante Features kannst du dann mit einem Pro-Account einkaufen. Schöner die Kassen nie klingelten, oder?

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