OER selber machen, Teil 2: Lizenzen

CC by flickr.com/opensourceway

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Bildungsmaterialien selber zu produzieren und öffentlich als OER bereit zu stellen, bedeutet nicht nur, die passenden Werkzeuge hierfür zu finden, sondern auch, sich über die Lizenz für das Werk klar zu werden. Das ist ein gar nicht so leichtes Thema, wie wir heute im #COER13 Online-Event über OER-Lizenzen feststellen mussten. Zum einen gibt es eine Vielzahl möglicher Lizenzen. Zwar hat Matthias Spielkamp von iRights sich in seinem Vortrag auf Creative Commons-Lizenzen konzentriert, aber es gibt ja noch weitere Möglichkeiten, z.B. GNU Free Documentation Licence  und Public Domain-Rechtedefinitionen. Eine Sammlung weiter führender Quellen zu Lizenzen für OER-Materialien hat André Spang in seinem Wiki zusammengestellt. Im Grossen und Ganzen kann man aber beobachten, dass sich gerade für Bildungsmaterialien Creative Commons-Lizenzen (im Folgenden einfach CC) durchsetzen. Das liegt sicher auch daran, dass diese

a) eine gewisse Spannbreite unterschiedlicher Lizenzmodelle anbietet und
b) CC international auf verschiedene Jurisdiktionen übertragen und entsprechend national angepasst wird.

Gerade der 2. Punkt ist meiner Ansicht nach sehr wichtig für Autorinnen und Autoren von OER, denn im internationalen Austausch ist die Rechtsunsicherheit bezüglich der Nutzungsrechte von Materialien sehr gross. Sehr detailliert werden die verschiedenen CC-Lizenzen in der Broschüre „Freies Wissen dank Creative-Commons-Lizenzen“ dargestellt, die iRights zusammen mit Wikimedia Deutschland und Creative Commons Deutschland veröffentlicht hat. Doch vor allem geht es in dem Dokument darum, welche Nachteile die meistgewählte CC-Lizenz tatsächlich hat, und so lautet der Untertitel der Broschüre: „Folgen, Risiken und Nebenwirkungen der Bedingung »nicht-kommerziell -NC«. Und damit wird ein Aspekt angesprochen, der sicher nicht nur mir bislang unklar war und nochmals zeigt, wie wichtig es ist, sich genau über die richtige Lizenz für die eigenen Materialien zu informieren.

Verschiedene weitere besondere und oft unklare Aspekte der CC-Lizenzierung wurden im Online-Event angesprochen, z.B. dass die Namensnennung nach eigenem Belieben erweitert werden kann. Eine kollaborative Dokumentation des Events hat auf Titanpad stattgefunden und ist hier zusätzlich als PDF einsehbar.

Ich werde  meine bisherige Lizenzierungspraxis für meine OER-Materialien (z.B. Blogbeiträge, Flickr-Bilder etc.) nochmals kritisch prüfen und anpassen, wo es sinnvoll ist.

 

Hier ist die Aufzeichnung der Veranstaltung:

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