EduCamp 2009: Der erste „Online Round Table“

banner-ort09-1Erst einmal vorweg ein Dankeschön an das EduCamp-Team für die Organisation des ORT sowie an Sieglinde Jakob-Kühn und Graham Attwell für ihre Impulsreferate.

Das neue Format war eine interessante Erfahrung. Zum einen kannte ich Elluminate noch nicht. Natürlich ähnelt es den vielen Mitbewerbern für Online-Konferenzen, aber es hat auch Features, mit denen es sich von ähnlichen Werkzeugen abhebt. Dazu gehört beispielsweise die Möglichkeit, Application Sharing zu aktivieren. Aber ich will hier jetzt nicht ausführlicher auf Elluminate eingehen, sondern vielmehr kurz meine Eindrücke von der Session wiedergeben.

Überraschend war die Menge der Teilnehmer/-innen: zeitweise über 60! Wie sich dann im Chat herausstellte, hatten wohl einige fleißig getwittert und so die Veranstaltung bekannt gemacht. Und es waren nicht nur viele Leute da, sondern die Besetzung war auch absolut international. Es wäre spannend gewesen, diese Vielfalt und die damit verbundenen sehr unterschiedlichen Erfahrungen noch mehr diskutieren zu können. Aber letztlich zeigte sich auch bei dieser Variante der Online-Konferenz für mich, dass digitale Kommunikation (bisher) nicht flüssig genug läuft und daher nicht mit dem Face-to-Face-Dialog konkurrieren kann.

Die beiden Impulsreferate zu den Themen E-Portfolio und PLE waren interessant und haben mir einige Denkanregungen gegeben. Und auch wiederum Diskussionsbedarf. Den kann ich dann ja hoffentlich beim EduCamp 2009 in Ilmenau stillen.

Ich würde mir für die folgenden Online Round Tables allerdings Kommunikationsregeln wünschen. Heute liefen sehr viele verschiedene Diskussionsstränge zeitgleich zu den Vorträgen, manche direkt zum aktuellen Thema des oder der Sprechers/Sprecherin, manche zu ganz anderen Themen, aber nicht weniger interessant. Das ist ein typisches Problem der Chats in Online-Konferenzen.(*)

Als Online-Conferencing-Format ließ sich der heutige ORT für mich auch noch nicht deutlich abgrenzen von herkömmlichen Online-Konferenzen. Es gab zwarmehr als eine vortragende Person, aber weitere Unterschiede sehe ich momentan nicht. Vielleicht habe ich ja etwas übersehen?

Und schließlich fände ich es gut, wenn die Referate generell als Impulsreferate kurz und knackig sind, 10 Minuten sollten reichen. Dann bleibt auch noch genug Zeit für Diskussionen.

(*)Mit den Studierenden meines Seminars habe ich das letztens so gelöst, das wir vereinbart haben, während des Vortrags nur Fragen dazu im Chat zu posten, danach wurde der Chat wieder frei verwendet. Das fanden alle, Vortragende wie die Zuhörenden viel entspannter.

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