Motivation statt Monolog
Die Zeiten des Frontalunterrichts sind vorbei, der Dialog ist erfolgreicher als der Monolog, partizipatorischer Unterricht das Stichwort. Dies gilt auch und insbesondere für Online-Angebote. Haben Sie im Präsenzunterricht noch die Chance, das Interesse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch Ihren Charme und Ihre Eloquenz zu wecken, so sind für den virtuellen Unterricht andere Motivationstechniken nötig. Glücklicherweise bieten Ihnen ja gerade die modernen Werkzeuge digitaler Kommunikation dafür interessante Möglichkeiten.
Einfache Werkzeuge, große Wirkung
Grob betrachtet lassen sich die dialogorientierten Werkzeuge digitaler Kommunikation in zwei Gruppen einteilen: kollaborative und kommunikative Software. Bei Letzterer wird zudem unterschieden zwischen synchroner und asynchroner Kommunikation.
Im Idealfall stehen Ihnen diese Tools integriert in einem LCMS zur Verfügung. Aber auch ohne großes Budget oder reichlich Manpower können Sie sie nutzen, denn es gibt sie alle kostenlos online, ready-to-use.
Kommunikative Software – digitaler Dialog
Mit Foren und E-Mail (beide asynchron) können Sie beispielsweise
- Veranstaltungen vorbereiten (s. Artikel “Erstmal kennenlernen“)
- die Teilnehmer/-innen Themen, die in der Präsenzveranstaltung angeschnitten wurden, diskutieren lassen
- Themenabschnitte oder auch Termine abstimmen
- die Themenvergabe für Hausarbeiten koordinieren
Nutzen Sie die synchronen Methoden des Chats, der Online-Konferenz, des virtuellen Klassenzimmers oder einer 3-D-Welt wie z.B. Second Life, um
- individuelle Sprechstunden einzurichten
- Diskussionen zu verabredeten Zeiten durchzuführen
- gemeinsam Vorträge zu hören bzw. die dazugehörenden Unterlagen zu sehen und diese zu diskutieren
Kollaborative Software – virtuelle Kooperation
Mit Wikis, Weblogs (kurz: Blogs) und Online-Whiteboards ist neben dem Dialog auch die konstruktive Zusammenarbeit online möglich. Whiteboards sind gelegentlich in virtuelle Klassenzimmer integriert, können aber auch separat erworben oder als Online-Services genutzt werden.
Neben vielen anderen Einsatzmöglichkeiten können Sie die Kollaborationssoftware z.B. für solche Szenarien verwenden:
- Strukturiertes Wissensmanagement mit einem Wiki
- Gemeinsame Veranstaltungschronik mit einem Blog
- Gemeinschaftlicher Entwurf von Konzepten, Grafiken usw. mit einem Online-Whiteboard
Lassen Sie Ihre Lernenden miteinander und mit Ihnen kommunizieren, lassen Sie sie eigenständig und gemeinsam produktiv sein. Sie bereichern damit Ihre Lehrerfahrung und geben den Seminarteilnehmer/-innen die Chance, digitale Kooperation zu erproben.
[Foto: boing/photocase.de]
